Bei dem Thema Lithium Akkus schwanken der Wissensstand und auch die Ansicht zum Gefahrenpotenzial in der Öffentlichkeit stark. Auf der einen Seite ist von schlimmen Unfällen zu hören und auf der anderen Seite ist der Umgang, um es vorsichtig zu sagen, als fahrlässig zu bezeichnen.

Auf dieser Seite findet der interessierte Leser Informationen zum Umgang mit AW Lithium Akkus. Diese stammen zum Großteil direkt vom Hersteller aber auch aus öffentlichen Quellen wie batteryuniversity.com und Wikipedia.

Baugröße von AW Zellen

Zur Zeit sind fünf Baugrößen an AW IMR Zellen und sechs Baugrößen an geschützen AW Zellen bei uns gelistet. Unterschiede entstehen durch die Abmessungen und dadurch zwangsläufig in der Kapazität, Belastbarkeit und Laufzeit. Die Baugröße lässt sich aus der Typenangabe ermitteln, so hat die 18350er Zelle einen Durchmesser von 18mm bei einer Länge von 35mm. Die ersten beiden Zahlen geben also den Durchmesser und die beiden Folgenden die Länge an. Bei der Fertigung entstehen kleine Toleranzen, diese sind in der Artikelbeschreibung angegeben.

 

  

Unterschied AW IMR zu protected LiIon

AW IMR sind auch als Lithium-Mangan (LiMn) Akkus bekannt. Sie besitzen keine Regelelektronik oder Überwachungselektronik und können im Vergleich zu den geschützten Zellen einen wesentlich höheren Stom liefern. Wir empfehlen diese Zellen nur für im Umgang mit diesen Typen geübten Anwendern.

Geschütze AW Lithium Ionen Akkus besitzen eine Elektronik zur Überwachung und automatischen Abschaltung bei Kurzschluss, Überlastung und niedriger Spannung der Zelle. Besonders dann zu empfehlen wenn der Verbraucher über keine oder nur unzureichende Regelelektronik verfügt

Angaben auf den Akkus

Neben der Baugröße finden sich folgende Daten auf einem Akku:

  • Elektrische Ladung (Kapazität) in mAh oder Ah. Wenn der Stromverbrauch bekannt ist lässt sich mit Hilfe dieser Angabe die Laufzeit ermitteln. Bei 1000mAh beträgt die theoretische Laufzeit eine Stunde
  • Nennspannung in Volt. Basierend auf der Zell-Chemie stellt sich eine typische Betriebsspannung ein
  • Durch multiplizieren der Ah Angabe und Nennspannung wird die ebenfalls aufgedruckte Wattstunde ermittelt. Im Fall der 18350 IMR Zelle: 0.7Ah * 3.7V -> 2.590 -> aufgerundet 2.6Wh

Nicht aufgedruckt aber in den Artikelbeschreibungen erwähnt ist die Angabe C, in diesem Zusammenhang stehend für die maximale Stromentnahme. Diese bildet sich durch multiplizieren der Kapazität mit dem C Wert. So liefert z.B. der 18650 IMR Akku mit 1.6Ah bei 15C einen maximalen Entladestrom von 24A

Kaufen Sie nur Akkus bekannter Markenhersteller und das bei einem Händler ihres Vetrauen. Nehmen Sie Abstand von Angeboten, die deutlich unter normalen Markpreis liegen. Siehe auch diese Hinweise zu Fälschungen. Neben minderwertigen Material ist die Hauptursache für Unfälle in der falschen Handhabung zu finden.

Bitte beachten Sie zu ihrer Sicherheit folgende Sicherheitshinweise:

  • Informieren Sie sich über die Herstellervorgaben ihres Verbrauchers betreffend Baugröße, Stromentnahme, empfohlener Zellchemie und bzgl. BMS Funktionen. Vom Einsatz in Eigenbauten und Verbrauchern ohne jede Schutzfunktion müssen wir gerade bei ungeschützen Akkus abraten.

  • Lassen Sie die Akkus nicht unbeaufsichtigt laden, verwenden Sie einen feuerfesten Untergrund und entnehmen die Zellen sofort nach dem Ladevorgang. Nutzen Sie ein hochwertiges IU-Ladeverfahren Ladegerät mit 4.2V Ladeschlußspannung (zutreffend bei AW Lithium Akkus) und maximal 1C Ladestrom

  • Viele Verbraucher benötigen einen Ruhestrom um sofort einsatzbereit zu sein. Prüfen Sie ihre Akkus daher von Zeit zu Zeit um eine Tiefentladung zu verhindern. Halten Sie dieSpannung des Akku bei ca 60 Prozent Kapazität um die Lebensdauer zu erhöhen, eine Lagertemperatur von 15 Grad C wird empfohlen

  • Niemals kurzschließen - lebensgefährlich hoher Strom und Gefahr von Ausgasen sowie extreme Hitzeentwicklung mit dem 6 bis 10 fachen an elektrisch gespeicherter Energie möglich! Die Zellen dürfen nicht überhitzt oder Feuer ausgesetzt werden

  • Bei der Nutzung mehrerer Akkus in einem Verbraucher, diese immer zusammen nutzen und aufladen. Die Akkus entsprechend markieren, idealerweise mit Datum der ersten Betriebnahme. Nach der Nutzung und auch nach dem Aufladen empfiehlt es sich die Akkus für einige Minuten ruhen zu lassen

  • Transportieren Sie Akkus nie lose sondern nur in entsprechenden Schutzboxen. Sie wirken so einem Kurzschluss und mechanischer Belastung ihrer Akkus vor. Beschädigte Akkus, sowohl mechanisch als auch durch Tiefentladung / Überladung gehören entsorgt.

  • Durch unsachgemäße Nutzung kann es zum Ausgasen brennbarer und giftiger Stoffe kommen. Im Fall eines nicht aufhaltbaren elektrischen Durchgehen des Akku ist zudem mit starker Hitzeentwicklung, im Extremfall mit Bersten der Zelle und Ausschleudern von Gehäuseteilen zu rechnen.

  • Entsorgen Sie Akkus nur leer und mit abgeklebten Polen an dafür vorgesehenen Sammelstellen.

 

Es bietet sich an ein einfaches Multimeter zu kaufen und hiermit von Zeit zu Zeit die Spannung der Zellen zu prüfen. Hiermit lässt sich z.B. erkennen ob ihr Ladegerät die Zellen nicht überlädt. Bei Verbrauchern die mehrere Akkus benötigen besonders sinnvoll um Abweichungen ermitteln zu können. Nach der Nutzung und auch nach dem Aufladen empfiehlt es sich die Akkus für einige Minuten ruhen zu lassen

Abschließend finden sich hier weitere Informationen zum Umgang mit Lithium Akkus

Batteryuniversity

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Ohmrechner